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Freitag, 03.September 2010
EU-Parlament plant Resolution gegen Roma-Abschiebungen in Frankreich
Brüssel (epd). Das Europäische Parlament will eine parteiübergreifende Resolution gegen die Ausweisungen der Roma in Frankreich beschließen. In dem vorläufigen Entwurf vom Donnerstag, der dem epd vorliegt, fordert das Parlament Frankreich auf, mit sofortiger Wirkung die Abschiebungen zu stoppen. Die Mitgliedsstaaten sowie Rat und Kommission seien angehalten dasselbe zu tun, heißt es in dem Dokument.
Montag, 30.August 2010
Menschen mit Migrationshintergrund stellen fast ein Fünftel der Bevölkerung
Berlin: (hib/STO/BOB) Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund beträgt in der Bundesrepublik fast ein Fünftel der Bevölkerung. Dies geht aus dem als Unterrichtung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer (CDU), vorgelegten ”Achten Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland“ (17/2400) hervor.
Dienstag, 24.August 2010
Ausbürgerung ist kein Weg zur Integration - Jugendliche werden jetzt zur Entscheidung gezwungen - Verbände fordern den Doppelpass
Die doppelte Staatsbürgerschaft ist ein alter Streit in Deutschland. Mit dem neuen Staatsangehörigkeitsrecht war er im Jahr 2000 unter Rot-Grün entschieden: Kein doppelter Pass, dafür der »Optionszwang« im Alter von 18 Jahren. Jetzt regt sich erneut Kritik.
Donnerstag, 12.August 2010
Redaktion
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Donnerstag, 05.August 2010
Zahl der Asylbewerber weiter gestiegen
(Magdeburg) Im Vergleich zum Vorjahr ist 2009 die Anzahl der Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Sachsen-Anhalt im zweiten Jahr in Folge wieder angestiegen. Die Zahl der Erstantragsteller erhöhte sich von 653 im Vorjahr auf 792 im Jahr 2009. Darüber informierte Innenminister Holger Hövelmann (SPD).
Mittwoch, 04.August 2010
Statistik: Zahl der Asylbewerber steigt weiter
Berlin (epd). Die Zahl der Asylbewerber ist im Juli weiter angestiegen. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte, haben im Juli 3.268 Personen einen Erstantrag auf Asyl gestellt. Damit stieg die Zahl der Asylbewerber im Vergleich zum Vormonat um 468 Personen. Insgesamt haben von Januar bis Juli 18.946 Personen Asyl in Deutschland beantragt. 2009 wurden im selben Zeitraum 3.918 Asylbewerber weniger gezählt. Die Gesamtzahl lag von Januar bis Juli 2009 bei 15.028 Personen.
Sinkende Flüchtlingszahlen: Europa macht dicht
(Frankfurt a.M.) Wie aus den gestern veröffentlichten EURODAC-Statistiken hervorgeht, ist die Zahl der irregulären Einreisen nach Europa im vergangenen Jahr um 50 % zurückgegangen. Der starke Rückgang kann unter anderem auf ein bilaterales Abkommen zwischen Italien und Libyen zurückgeführt werden, in dessen Folge es seit Sommer 2009 zu Massenrückführungen von Bootsflüchtlingen nach Libyen kam.
Freitag, 30.Juli 2010
Asylbewerber sollen sich frei bewegen dürfen
(Eisenach) Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) begrüßt die geplante Lockerung der Residenzpflicht für Asylbewerber in Thüringen, plädiert jedoch für weitreichendere Regelungen als von der Landesregierung vorgesehen. So sollen sich Flüchtlinge unbeschränkt frei bewegen können – zunächst im Freistaat und perspektivisch in ganz Deutschland. Deshalb ermutigt die EKM die Landesregierung, sich für eine komplette Abschaffung der Residenzpflicht im Bundesrat einzusetzen.
Donnerstag, 22.Juli 2010
Migranteneltern aufgefordert, verstärkt Möglichkeiten zur Kinderbetreuung in Anspruch zu nehmen.
"Der Ausbau des Angebots für die Betreuung von unter Dreijährigen in Deutschland kommt voran. Ich fordere die Migranteneltern ausdrücklich auf, diese Chance für ihre Kinder intensiver zu nutzen! Frühkindliche Bildung und früher Spracherwerb sind entscheidend für das Gelingen von Integration. In den Kindertageseinrichtungen und Kindergärten werden dafür die Weichen gestellt. Wer früh gefördert wird, hat beste Startchancen in unserem Land", betonte Staatsministerin Böhmer anlässlich des heutigen Berichts von Familienministerin Schröder im Bundeskabinett zum Stand des Betreuungsangebotes für Kinder unter 3 Jahren.
Mittwoch, 21.Juli 2010
Wie gesund sind Migranten?
Laut aktuellen Studien entspricht der Gesundheitszustand der Migrantinnen und Migranten in Deutschland in etwa demjenigen der Mehrheitsbevölkerung. Allerdings treten bei Menschen mit Migrationshintergrund bestimmte Gesundheitsrisiken häufiger auf oder führen zu stärker ausgeprägten Krankheitsbildern.
Sonntag, 18.Juli 2010
Sprachlicher Bedarf von Personen mit Deutsch als Zweitsprache in Betrieben
Schon seit mehreren Jahrzehnten werden in Deutschland Programme zur berufsbezogenen Deutschförderung durchgeführt. Diese richten sich meist nach angenommenen bzw. selbst recherchierten sprachlichen Anforderungen, denen Beschäftigte in ihren Betrieben genügen müssen. Was bis heute jedoch fehlt, ist eine fundierte Analyse der wirklichen sprachlich-kommunikativen Bedarfe von Personen mit Deutsch als Zweitsprache am Arbeitsplatz, die als Grundlage für Kurskonzeption und -planung dienen kann.
In der vorliegenden Expertise, die im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung unter der Leitung von Frau Dott. Matilde Grünhage-Monetti erstellt wurde, stützen sich die Autorinnen und Autoren auf qualitative Befragungen, die bei Unternehmen unterschiedlicher Größe aus verschiedenen Wirtschaftssektoren und Branchen durchgeführt wurden. Dabei kommen die Berufstätigen selbst, ihre direkten Vorgesetzten und die im Betrieb Verantwortlichen für Aus- und Weiterbildung zu Wort. Zusätzlich wurde die Sicht von Sprachkursträgern und -schulen, Institutionen beruflicher Aus- und Weiterbildung sowie weiteren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis erhoben.
Mittwoch, 14.Juli 2010
Unternehmen von Migranten und Migrantinnen stehen im Fokus der Beratungsförderung des BAFA
Überdurchschnittlich viele Migrantinnen und Migranten machen sich selbständig. Hierdurch integrieren sie sich nicht nur in das hiesige Wirtschaftsleben, sondern sie verfügen darüber hinaus auch über ein hohes Potential, das zur Stärkung des Wirtschaftstandortes Deutschland beiträgt. Damit ein Unternehmen erfolgreich und nachhaltig wirtschaftet, bedarf es jedoch ausreichender betriebswirtschaftlicher Kenntnisse. Nur zu oft scheitern Unternehmen an fehlendem Know How. Mit den "Richtlinien zur Förderung von Unternehmensberatungen" unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gezielt Unternehmen, die von Personen mit Migrationshintergrund geführt werden, wenn sie externen fachlichen Rat in Anspruch nehmen. Die Maßnahme wird auch aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert.
Montag, 12.Juli 2010
Wirtschaftskrise beeinflusst Arbeitsmarktchancen für Zuwanderer in Deutschland kaum
(Brüssel/Paris/Berlin) Anders als in vielen anderen OECD-Ländern hat die Wirtschaftskrise in Deutschland die Arbeitsmarktchancen für Zuwanderer kaum beeinflusst. Bei Frauen mit Migrationshintergrund zeichnet sich sogar eine Zunahme der Erwerbstätigkeit ab. Zudem gibt es Anzeichen, dass die Einbürgerung auch die Arbeitsmarktintegration fördert. Dies geht aus der aktuellen Ausgabe des Internationalen Migrationsausblicks der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der heute in Paris und Brüssel vorgestellt wurde.
Mittwoch, 07.Juli 2010
Erneut Selbstmord in Abschiebungshaft
(Langenhagen) Ein armenischer Abschiebungsgefangener hat sich in der JVA Langenhagen mit dem Kabel eines Wasserkochers erhängt. Slawik C., der seit 1999 mit seiner Frau und seinem Sohn in Deutschland lebte, sollte getrennt von diesen abgeschoben werden. Seit Ende Juni befand er sich in Abschiebungshaft. Zwei Tage vor seinem Suizid wurde er unter besondere Beobachtung gestellt und verletzte sich dort bereits selbst an den Armen und am Kopf, kehrte am folgenden Tag jedoch in seine Zelle zurück. Staatsministerin Böhmer legt 8. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor
(Berlin) "Die Integration in Deutschland gewinnt an Fahrt. Bei Sprache, Bildung und Ausbildung sind Fortschritte zu verzeichnen. Dennoch gilt: Gerade im Bildungs- und Ausbildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt ist die Situation vieler Migranten nach wie vor dramatisch. Diese Großbaustellen der Integration müssen wir in den nächsten Jahren verstärkt angehen. Unser Ziel ist: Deutschland muss das Land der Aufsteiger werden!" Das erklärte Staatsministerin Maria Böhmer anlässlich des 8. Berichts über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland, den sie heute dem Bundeskabinett vorgelegt hat.
Montag, 05.Juli 2010
Bundesbildungsministerium will Anerkennungsverfahren für ausländische Abschlüsse garantieren
Berlin: (hib/KTK/BOB) Die Inhaber ausländischer Abschlüsse sollen in Deutschland einen Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren erhalten. Das sagte Helge Braun (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministeriums, bei der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Bildung und Forschung am Montagnachmittag. Nach der Sommerpause will das Ressort einen Gesetzentwurf zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse vorlegen.
Dienstag, 29.Juni 2010
Abitur 10.000 Kilometer entfernt von der Familie - Abgeschobene Vietnamesin kehrte für den Schulabschluss nach Deutschland zurück
Peine (epd). Von Judith Fiebelkorn - Am Peiner Ratsgymnasium wird gefeiert. Soeben wurden die Abiturzeugnisse überreicht. Ausgelassene Abiturienten liegen sich in den Armen, Eltern stoßen mit Sekt und Orangensaft an. Thu Nga Wedekind ist besonders glücklich. "Der hohe Preis hat sich gelohnt", strahlt die 19-Jährige. Die Last von fünf Jahren harter Arbeit und Entbehrungen ist von ihren Schultern gefallen. Denn ihre Schullaufbahn verlief anders als bei den meisten Teenagern: 2004 wurde ihre Familie nach Vietnam abgeschoben.
Montag, 28.Juni 2010
Integrationsbeauftragte Böhmer gegen IQ-Tests für Zuwanderer
Berlin (epd). Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hat die Forderung von Unionspolitikern nach einem Intelligenztest für Zuwanderer entschieden zurückgewiesen. "Die Forderung nach einem IQ-Test für Einwanderer ist abwegig und nicht von besonderer Intelligenz geprägt", erklärte Böhmer am Montag in Berlin.
Freitag, 18.Juni 2010
Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Am Tag der deutschen Vielfalt wurde das „FörMig“-Kompetenz-Zentrum der Universität Hamburg eröffnet. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Möglich wurde die Einrichtung des Forschungstransferzentrums durch eine Zuwendung der Behörde für Schule und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg. Zurück geht das Forschungstransferzentrum auf das Modellprogramm „Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund“, das von 2004 bis 2009 in zehn Bundesländern erfolgreich gelaufen ist. Ein Team der Universität Hamburg unter Leitung von Prof. Dr. Ingrid Gogolin, Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft, hat es wissenschaftlich begleitet.
Mittwoch, 16.Juni 2010
BIBB: Trotz steigender Ausbildungsbeteiligung bleibt Anteil ausländischer Jugendlicher zu niedrig
Rund 65 % der Jugendlichen in Deutschland gehen den Weg in die duale, das heißt auf betriebliche Ausbildung und Berufsschule gestützte Berufsausbildung. Eine Berechnung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur Ausbildungsbeteiligung zeigt jetzt: Während sich der Anteil unter den Jugendlichen mit deutscher Staatsangehörigkeit im Jahr 2008 nur geringfügig verändert hat, gibt es bei den Jugendlichen mit ausländischem Pass einen deutlichen Anstieg der Ausbildungsbeteiligungsquote – sowohl bei den Männern (+ 5 %) als auch bei den Frauen (+ 8 %).
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