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Gefängnisseelsorgerin Hanna Haupt verabschiedet
Gefängnisseelsorgerin Hanna Haupt verabschiedet Halle (MJ). Gefängnisseelsorgerin Hanna Haupt ist am heutigen Freitag im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Justizvollzugsanstalt Halle „Roter Ochse“ nach langjährigem Dienst verabschiedet worden.

Justizstaatssekretär Bernhard Sterz: „Hanna Haupt hat die Gefängnisseelsorge in Halle (Saale) seit 1990 mit aufgebaut und 20 Jahre lang wie niemand sonst geprägt. Sie hatte stets ein offenes Ohr für die Gefangenen und bot ihnen in Krisensituationen Rat. Über die psychologisch-therapeutische Beratung hinaus war Hanna Haupt zugleich um eine nachhaltige Förderung der Gefangenen bemüht. Die von ihr praktizierte Seelsorge beinhaltete immer auch Angebote für eine aktive Freizeitgestaltung, die an – vielleicht verschütteten oder verborgenen – Fähigkeiten und Ressourcen anknüpfte, über die jeder verfügt. Mit ihrem engagierten Wirken als Gefängnisseelsorgerin war uns Hanna Haupt eine wichtige Partnerin im Hinblick auf das gemeinsame Ziel, Gefangenen die Möglichkeiten eines künftig straffreien Lebens aufzuzeigen. Sie hat mit ihrem langjährigen Wirken einen wertvollen Dienst für unsere Gesellschaft geleistet. Dafür gebührt ihr unser ausdrücklicher Dank.“

In Sachsen-Anhalt sind aktuell 16 Gefängnisseelsorger tätig. Neun von ihnen gehören der evangelischen Kirche, sieben der katholischen Kirche an. Ihre Arbeit basiert auf Verträgen, die das Land Sachsen-Anhalt 1994 mit den Evangelischen Landeskirchen und im Jahr 2000 mit dem Bistum Magdeburg geschlossen hat. Darin ist u. a. festgehalten, dass die Seelsorge in den Justizvollzugsanstalten Teil der den Kirchen obliegenden allgemeinen Seelsorge ist. Gefängnisseelsorger werden von der zuständigen Kirche im Einvernehmen mit dem Ministerium berufen. Die seelsorgerische Tätigkeit kann im Haupt- oder Nebenamt wahrgenommen werden. Meist sind Gefängnisseelsorger noch als Gemeindepfarrer tätig.

DruckenDrucken | 30-07-2010, 14:15:00 | Redaktion